Die bekannteste und beeindruckendste Residenz ist die wundervolle Villa d’Este, 1568 an der Promenade im Auftrag des Kardinals Tolomeo Gallio entstanden, nach einem Projekt von Pellegrino Pellegrini, genannt der Tibaldi.
1815 wurde die Villa Eigentum Carolina von Brunswick, angeblicher Nachfahr der Familie Este, Gattin des späteren George IV von England, und die Domäne bekam den Namen Villa d’Este. Die darauf folgenden waren Jahre der guten Pflege und großen Pracht sowohl für die Villa, sie wurde bestückt mit herrlichen Möbeln und Kunstwerken, als auch für den wundervollen Park. Seit 1873 ist sie ein luxuriöses Hotel, ohne jedoch ihre historische Charakteristik eingebüsst zu haben.
Interessant die Kunstwerke sowohl im Inneren der Villa, wie solche der französischen Schule, der Schule des Canova und Dekorationen von Andrea Appiani, als auch die im Park mit dem Thermalen Nymphaeum des Pellegrino Pellegrini, dem Herkulesbrunnen und dem kleinen Tempel des Telemaco.
Die zweite, sehr bekannte Villa Cernobbios ist Villa Erba, im 19. Jahrhundert am Ortsausgang erbaut. Sie besteht aus zwei Ebenen die durch eine breite, zentrale Treppe miteinander verbunden sind und durch einen Aussichtsturm. Seit den zwanziger Jahren war die Villa Eigentum von Carla Erba, Mutter des Regisseurs Luchino Viconti, der hier diverse Male verweilte. Heute ist die Villa ein Kongress-Zentrum.
Weitere, zu besichtigende Gebäude sind Villa Pizzo oder Volpi Bassani, zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert erbaut, Villa Fontanelle, die Eigentum von Gianni Versace war und die Villa Bernasconi, Jugendstil-Villa mit ausgefallenen Dekorationen.
Einen naturalistischen Ausflug bietet die Strasse auf den Gipfel des Monte Bisbino mit atemberaubenden Ausblicken auf den See. Entlang dieser 17 km langen Strasse kann man Höhlen besichtigen wie das Buco della Volpe, breiter Hohlraum in 585 m Höhe mit unterirdischen, kleinen Seen und Bächen oder die Zocca d’Ass unter der Alpe di Garzegallo und, am Gipfel angelangt, liegt die Kapelle der Heiligen Jungfrau.